juleica herbst 2015In der ersten Woche der hessischen Herbstferien sind 11 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 zusammen gekommen, mit dem Ziel die Qualifikation für die Jugendleitercard zu erlangen.

Die Dozentin dieses Workshops war die Jugendbildungsreferentin Lisa Dörr, die den Lehrgang montags mit der Begrüßung begann. Sie stellte den Plan der folgenden Woche vor und es ging gleich los. Nach dem ersten Kennenlernen war das erste Thema dieses Lehrgangs die Spielepädagogik.

In kleinen Gruppen erarbeiten alle Spiele und erläuterten für welche Gruppe, welche Situation und welchen Anlass diese Spiele geeignet sind. Alle Spiele wurden ausprobiert und es hat sehr viel Spaß gemacht verschiedene und vor allem neue Spiele kennenzulernen. Abends konnten die gelernten Spiele und gewonnene Erkenntnisse über die Spielepädagogik gleich angewendet werden. Da im gleichen Zeitraum die D-Woche auf der Ronneburg stattfand, konnten wir abends mit den Teilnehmern spielen. Somit konnten sie sich besser kennenlernen und die JuLeiCa Teilnehmer bekamen ein Feedback, wie die Spiele ankamen und konnten lernen Spiele richtig zu erklären.

Am nächsten Tag ging drehte sich alles um rechtliches in der Jugendarbeit. Große Themen waren die Aufsichtspflicht, Haftung und Versicherung. Lisa Dörr schaffte das Thema, dass man nicht sehr praktisch erarbeiten konnte, den Teilnehmern näher zu bringen. Außerdem wurden das Jugendschutzgesetz, das Sexualstrafrecht und vor allem die Kindeswohlgefährdung thematisiert. Alle konnten an diesem Tag viel mitnehmen für die eigene Jugendarbeit, was zu beachten ist und wie man Auffälligkeiten feststellt und lernten mit verschiedenen Situationen umzugehen.

Mittwochs durfte die Gruppe viel eigenständig Arbeiten. Das Thema war Organisation und Planung, zu dem es erst einen kleinen Einführungsvortrag gab. Danach wurden in Kleingruppen Wochen theoretisch geplant. Manche auf einem Zeltplatz , andere in einer Jugendherberge mit Vollpension und andere in einem Selbstverpflegungshaus. Es war interessant zu sehen auf was man alles achten muss und wo man vielleicht noch etwas besser machen kann. Die erarbeiteten Freizeitwochen wurden im Anschluss vorgestellt und jeder durfte seine Meinung zu den Vorschlägen sagen. Man bekam viele hilfreiche Tipps, worauf man vielleicht beim nächsten Mal achten sollte und andere bekamen wiederrum Ideen und Jeder lernte von Jedem.

Am Nachmittag bekam die Gruppe Besuch von Barbara Emmerlich, die einen Vortrag über Rechtsextremismus hielt. Es war sehr interessant und die Gruppe erlangte viele neue Erkenntnisse über dieses Thema und man bekam vermittelt wie man in der Jugendarbeit dieses Thema behandeln sollte falls es aufkommen würde.

Am Vorletzten Tag lernte die Gruppe viel über die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen und die damit verbundenen Entwicklungsprozesse. Auch die Gruppenpädagogik stand auf dem Plan. Man erfuhr wie Gruppen zusammengesetzt sein können, was Gruppen brauchen um zu funktionieren und dass es bestimmte Rollen in jeder Gruppe vertreten sind und welche Merkmale diese haben und wie Jugendleiter mit ihnen umgehen sollten um Konflikte innerhalb der Gruppe zu vermeiden.

Freitags waren alle sehr traurig, dass die Woche schon vorbei war. Bevor alle wieder nach Hause fuhren, sprachen wir noch über Rolle und Selbstverständnis. In Kleingruppen erstellten alle ein Bild des perfekten Jugendleiters. Es war schwer die richtigen und wichtigen Worte zu finden. Doch im Grunde waren alle Bilder sehr ähnlich. Alle waren sich über die wichtigsten Eigenschaften einig, doch über manche wurde auch diskutiert.

Zum Abschluss gab es wie jeden Tag eine Feedbackrunde. Im Laufe der Woche hat die Gruppe verschiedene Formen kennengelernt und in welcher Situation man welche verwenden sollte. Diese Feedbackrunde gibt dem Leiter einen Überblick was gut ist und was man noch verbessern könnte. Man war sich einig , dass die Woche sehr schön war und dass man viel für die eigenen Vereinsarbeit mitnehmen konnte.