Im Februar 2014 veranstaltete die Landesmusikjugend Hessen drei Informationsabende in verschiedenen Regionen Hessens zum Thema "Bundeskinderschutzgesetz - und jetzt?". Ziel der Informationsabende war es, den Teilnehmenden einen Einblick in die für Musikvereine relevanten Paragraphen des Bundeskinderschutzgesetzes zu geben und den aktuellen Stand der Umsetzung näher zu bringen. "Wir möchten die Musikvereine über die Situation aufklären, um ihnen einen Einstieg in dieses Thema zu ermöglichen. Wir sehen uns hier als Jugendverband in der Pflicht, unsere Mitglieder besonders im Umgang mit solchen Themenbereichen zu unterstützen und ein kompetenter Partner zu sein." erklärt Mareike Apelt, Vorsitzende der Landesmusikjugend Hessen e.V. Schon seit einiger Zeit beschäftigen sich die Landesmusikjugend Hessen und andere Jugendverbände mit den neuen Anforderungen, die das Gesetz auch an die Vereine stellt: "Wir als haupt- und ehrenamtliche Köpfe in der LMJ halten schon seit längerem in unterschiedlichsten Gremien und Seminaren regen Austausch zum Thema Bundeskinderschutzgesetz und den damit verbundenen Änderungen. Dies ist jedoch nahezu wertlos, wenn uns die Vereine nicht die Plattform bieten, ihnen diese gesammelten Informationen zu übermitteln." Sie freue sich deshalb sehr über die große Resonanz der Vereine an den Informationsabenden. "Die rege Teilnahme an unseren kostenlosen Infoabenden ist hier ein wichtiger Schritt unserer Mitgliedsvereine. Er hilft uns dabei, unsere grundlegende Aufgabe umzusetzen: Die Unterstützung und Entlastung der Vereine in den Belangen der Jugendarbeit". Auch weiterhin wird die Landesmusikjugend Hessen ihre Mitglieder über den Stand der Umsetzung des Gesetzes informieren und darüber hinaus am 24.05.2014 eine Präventionsschulung zum Thema Kindeswohlgefährdung anbieten. Hier können sich Musikvereine schulen, wie sie den Schutz von Kindern und Jugendlichen verbessern und diese stärken. Zusätzlich möchte die LMJ mit dem Informationsportal hier auf der Homepage eine Sammlung von interessanten Materialien zusammenstellen.

Informationen zum Kindeswohl

Leitfaden Irgendetwas stimmt nichtBroschüre: Irgendetwas stimmt da nicht…

Der Hessische Jugendring hat die Broschüre „Irgendetwas stimmt da nicht…“ neu aufgelegt. Der Leitfaden, der sich in erster Linie an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtet, bietet eine gute Orientierung für die Frage, welche Rolle Jugendleiterinnen und Jugendleiter bei ihrem Engagement einnehmen. Die Broschüre kann ebenfalls kostenlos über die Geschäftsstelle des Hessischen Jugendrings (hjr) bestellt werden. 


  

praxishandbuch starke persoenlichkeitenPraxishandbuch: Verantwortungsvoll für starke Persönlichkeiten!

Das Praxishandbuch ist Teil der Kampagne "Verantwortungsvoll für starke Persönlichkeiten!" der Deutschen Bläserjugend und zeigt auf, wie Prävention von Kindeswohlgefährdung im Musikverein umgesetzt werden kann. Beschrieben werden die verschiedenen Formen der Kindeswohlgefährdung und Anzeichen für solche. Es werden Handlungsmöglichkeiten und Konzepte zur Prävention und zum Umgang mit einer eventuell auftretenden Gefährdung im Verein beschrieben. Zudem werden in einem ausgedehnten Praxisteil Besipiele aus der Vereinsarbeit dargestellt, die auf die Schaffung präventiver Strukturen abzielen. Das Praxishandbuch kann über die DBJ bestellt werden, ist momentan aber leider vergriffen und wird aktuell neu aufgelegt. 

faltblatt schutz kindeswohlFaltblatt: Jugendverbände aktiv beim Schutz des Kindeswohls

Auszug aus Flyer: "Der Hessische Jugendring fasst in diesem Faltblatt die Kernpunkte gelingender Präventionsarbeit in Jugendverbänden zusammen. Sie bietet die Chance, die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen und sie mit Blick auf aktuelle Herausforderungen, wie dem Bundeskinderschutzgesetz, stetig weiterzuentwickeln. Das Thema bewegt die gesamte Jugendverbandsarbeit: von der Ortsebene bis zur Bundesebene."

 

 

  

Informationen zur Umsetzung des § 72 a Bundeskinderschutzgesetz

arbeitshilfe fuehrungszeugnisArbeitshilfe: Führungszeugnisse bei Ehrenamtlichen

Auszug aus Vorwort: "Das Bundeskinderschutzgesetz regelt sehr viel mehr, als die Frage nach Führungszeugnissen. Trotzdem werden Jugendverbände vor Ort mit dem am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz vor allem und zuerst im Zusammenhang mit dem Thema Führungszeugnisse konfrontiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wann sich die Verbände von ihren Ehrenamtlichen erweitere Führungszeugnisse (im weiteren Text: Führungszeugnisse) vorlegen lassen müssen."

borschuere mustervereinbarung bundeskinderschutzgesetzBroschüre: Mustervereinbarung zur Umsetzung des § 72a des Bundeskinderschutzgesetzes

Auszug aus Vorwort: "Nach dem Bundeskinderschutzgesetz muss der öffentliche Träger vor Ort mit jedem freien Träger der Jugendarbeit eine Vereinbarung über die mögliche Vorlage von erweiterten polizeilichen Führungszeugnissen für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Jugendarbeit schließen. Mit der der folgenden Mustervereinbarung legt der Hessische Jugendring gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden, Hessischer Städtetag und Hessischer Landkreistag eine Empfehlung vor, die in den Verhandlungen vor Ort in der Umsetzung des §72a Absatz 4 des Bundeskinderschutzgesetzes eine wichtige Grundlage bilden kann. Da die endgültigen Vereinbarungen vor Ort zwischen einem öffentlichen und einem freien Träger getroffen werden, sollte im Einzelfall immer geprüft werden, ob die Mustervereinbarung zu der Struktur und zur Arbeitsweise des jeweiligen Verbands oder Vereins vor Ort passt."

Stellungnahme zum Thema Förderung von Jugendarbeit bei freien Träger der Jugendhilfe

broschuere foerdern fordernBroschüre: Fördern fordern

Auszug aus Vorwort: "Jugendgruppen und Jugendverbände sind nach §§ 12, 74 SGB VIII zu fördern“ – so lautet die Kernaussage eines vom DBJR in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens. Dass das häufig nicht passiert, ist keine Neuigkeit. In manchen Gegenden Deutschlands wird Jugendarbeit nach Kassenlage gemacht – wenn kein Geld mehr da ist, wird an der Jugendarbeit gekürzt. Das geht nicht."